Es ging zu wie im Kindergarten ZU „ABGEORDNETE MACHEN SEEGER DAMPF"
**Ich finde, dass der o.g. Artikel nicht objektiv genug auf den Inhalt eingeht. Argumente für die Seite der Verwaltung fehlten fast völlig und es kam ja so rüber, als ob der Antrag der alten Wahlkoalition ein Allheilmittel wäre, doch das ist er beileibe nicht. Wer dort war, hat doch schon die sich hochstreubenden Haare unserer Kämmerin gesehen, die alles wieder ausbaden muss. Keinesfalls seien die im Antrag von Linken, SPD, FDP und Pro Rathenow veranschlagten Eigenmittel allein schon für das Jahr 2011 sicher. Aber das scheint ja niemand hören zu wollen, die alte Lemle-Koalition funktioniert noch.
Da bleibt es weiterhin fraglich, ob am Ende vielleicht doch an der so wichtigen Erneuerung der Berliner Straße gespart werden muss. Vom Prinzip her ging es zu wie im Kindergarten. Man merkt, dass die Mehrheit immer noch verärgert darüber ist, dass ihr Kandidat Dr. Lemle die Wahl verloren hat. Und was macht man in solch einer Situation? Mit dem ehemaligen politischen Gegner kommunizieren? Nein, man spielt beleidigte Leberwurst und stellt wieder zusammen Anträge. Völlig isoliert wird dabei die CDU. Genau das, was man dieser Partei im Kreistag vorwirft, nämlich dass sie die Linke nicht beachtet, macht man einfach mal umgekehrt in der Stadtverordnetenversammlung. Gemeinhin bekannt aus Kindergartentagen. Eine weitere Kuriosität war, dass der erste Beigeordnete Dr. Lemle nicht den Vorschlag der Verwaltung verteidigte, sondern den der antragstellenden Parteien. Ein Schelm, wer da Böses denkt. Es sollte doch um die Sache gehen und nicht um offene Rechnungen aus der Vergangenheit. Um Inhaltliches ging es aber dann doch noch und auch wie vom Autor des o.g. Artikels wurde behauptet, „ein Verzicht der Brücke wäre eine Bankrotterklärung für die Stadt.“ Als ob Rathenow untergeht, wenn keine Prestigebrücke nach Rathenow kommt. Es kann doch nicht immer nur darum gehen, die meisten Fördermittel abzusahnen, sondern man muss vernünftig investieren. Bei ca. sieben Millionen Euro Kosten für eine Brücke wären das 1,4 Millionen Eigenanteil! Und wer weiß schon, ob es dabei bleibt. Könnte mit diesem Geld nicht etwas Sinnvolleres angestellt werden? Des Weiteren wurden doch schon extra Grundstücke gekauft, um den Optikpark zu vergrößern und der Weinberg soll doch nicht aus der Buga herausgenommen werden. Es soll nur nicht mehr so viel Geld dorthin fließen und über eine andere Verbindung vom Schwedendamm zum Weinberg nachgedacht werden. Wer soll das auch alles nach der Buga bezahlen? Die Pflegekosten für den Weinberg und für eine Brücke? Beim Optikpark muss jetzt schon ein hoher sechsstelliger Betrag dazu geschossen werden. Aber was soll erst nach der Buga passieren? Es scheint mir so zu sein, als ob von den älteren Herren der SVV noch niemand darüber nachgedacht hat. Es wäre ab 2016 ja auch nicht mehr ihr Problem, sondern das einer anderen, jüngeren Generation. Bleibt nur zu hoffen, dass das Buga-Geld wirklich sinnvoll investiert wird, die Berliner Straße auch wie angekündigt kommt und dass die Grabenkämpfe in der SVV ein Ende haben.
CORRADO GURSCH, Steckelsdorf
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